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Themenfeld Social Entrepreneurship

"Karriere mit Wirkung und Gemeinschaft - Generation Z als Changemaker" - Wir sagen Danke für die gelungene Veranstaltung!

Für Eure aktive Teilnahme an unserer Veranstaltung am 18.10.2019 im Forum Gestaltung in Magdeburg, für den wahnsinnig interessanten Input aus der Wissenschaft, aus der Politik und aus der Praxis, für die großartige Atmosphäre und die guten Gespräche mit Euch möchte sich das Team des Kompetenzzentrums Soziale Innovation Sachsen-Anhalt herzlich bedanken. Mit über 90 Teilnehmer*innen haben wir 3 Keynote-Vorträge, ein Barcamp, einen Wissens-Schwarzmarkt mit  17 Expert*innen und eine Fishbowl-Diskussion rund um das Thema Social Entrepreneuership und offenen Räume  erleben dürfen. Wir hoffen, damit einen wichtigen Meilenstein bei der Vernetzung der Bewegung in Sachsen-Anhalt erreicht zu haben und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Ein Protokoll der Veranstaltung findet ihr hier: Dokumentation

die Präsentation der Vorträger hier:

Wir stehen vor großen Herausforderungen im Hinblick auf Umweltschutz & Klimaschutz, nachhaltige Ökonomie & Digitalisierung, demographischer Wandel und Fragen der Daseinsvorsorge, Teilhabe und Zugang zu Kultur im ländlichen Raum. Es ist längst überfällig, dass wir auf die aktuellen Fragen und Probleme innovative, nachhaltige Antworten und Lösungen finden.

Weltweit und auch in Deutschland entwickelt sich eine aktive, sozialunternehmerische Gründer*innen-Szene, die sich mit innovativen unternehmerischen Konzepten und zeitgemäßen Instrumenten für einen positiven Wandel der Gesellschaft engagiert. Auch die Regierungsparteien haben in ihrem Koalitionsvertrag im März 2018 festgehalten: „Social Entrepreneurship spielt bei der Lösung aktueller gesellschaftlicher und sozialer Herausforderungen eine zunehmend wichtige Rolle“.

Wir als Kompetenzzentrum Soziale Innovation Sachsen-Anhalt möchten bestehende Initiativen in Sachsen-anhalt und in Region sichtbar machen und bei der Vernetzung und Verstetigung ihrer Projekte unterstützen. Wir möchten für das Thema sensibilisieren und den Aufbau von Gründerökosystemen fördern, um den vielen innovativen Ideen zu einer erfolgreichen Umsetzung zu verhelfen.

Was kennzeichnet Social Entrepreneurship?

Angetrieben von der Idee, den notwendigen Wandel selbst in die Hand zu nehmen, aufgespürte gesellschaftliche Probleme proaktiv und nachhaltig lösen zu wollen oder bisher ungenutzte Ressourcen zum Wohle vieler zu erschliessen, gibt es mittlerweile unzählige sehr aktive Initiativen, Vereine, Startups, Unternehmen. Das Spektrum der Akteure reicht dabei von ehrenamtlich Tätigen bis zum mittelständischem Unternehmen, vom losen Zusammenschluss Einzelner bis zur Genossenschaft, vom Non-for-Profit-Ansatz bis zum profitablen Unternehmen, dass Gewinne in soziale Projekte investiert. [mehr]

Organisations- und Rechtsformen: Was ist die optimale Organisationsform für Euer Anliegen?

Prinzipiell können Social Entrepreneurs in beliebiger Organisations- und Rechtsform auftreten und aktiv werden. Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern gibt es in Deutschland keine spezielle Rechtsform für Sozialunternehmertum. Um die eigens gewählte soziale Mission gemeinschaftlich lösen und effizient arbeiten zu können und um nach außen als vertrauenswürdig und transparent aufzutreten, bedarf es einer gewissen Organisiertheit. Über die gewählte Rechtsform können Fragen der Entscheidungsbefugnisse, der Haftung und letzlich auch der Kreditwürdigkeit geregelt werden. In einer Satzung oder einem Gesellschaftervertrag kann zudem auch der Zweck des Unternehmens festgeschrieben und damit die soziale Mission verankert werden. Knapp die Hälfte der Social Entrepreneurs in Deutschland hat laut Deutschen Social Entrepreneuership Monitor 2018 die Gesellschaft mit beschränkter Hauftung bzw. die Unternehmergesellschaft als Rechtsform gewählt. Etwa 13% agieren als eingetragener Verein; 8,5% als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Nur 3% der Social Entrepreneurs treten in Form von Genossenschaften in Erscheinung.
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Finanzierung: Woher bekommt ihr das nötige Geld?

Social Entrepreneurship werden überall da tätig, wo Staat und Markt bisher nur unzureichend auf die bestehenden Herausforderungen reagieren, d.h. sie müssen nicht nur eine innovative Lösung entwickeln, sondern in der Regel auch sehr kreativ sein in der Akquierung von Finanzen zur Umsetzung der Ideen. Die meist bestehende Mischung aus Gemeinnützigkeit und Gewinnerzielungsabsicht und die Besetzung bisher leerer Nischen erschweren es, herkömmliche Finanzierungsinstrumente zu nutzen und Fördermittelgeber und  klassische Investoren zu überzeugen.

Laut Deutschen Social Entrepreneuership Monitor 2018 finanzierte sich knapp die Hälfte der dort erfassten Sozialunternehmen aus eigenen Ersparnissen bzw. durch Geld von Feunden und der Familie. Etwa 9% erhielten staatliche Fördermittel, 8% finanzierten sich über Crowdfunding und 7% durch Stiftungsförderungen. Nur knapp 3% nutzten ein Bankdarlehen. Förderbanken werden allerdings zunehmend sensibilisiert und öffnen aktuell ihre Finanzierungsinstrumente für Sozialunternehmen. auch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt 

Die Plattformen www.startnext.com und www.visionbakery.com  bieten relativ einfache Möglichkeiten zur Organisation einer Crowdfunding Kampagne. Viele Sozialunternehmer beschreiben hier ihre Mission und ihren Umsetzungsplan und werben das dafür notwendige Startkapital ein.Über soziale Medien können weitere Unterstützer gesucht werden, die mit Kleinstbeträgen dann zur Gesamtfinanzierung beitragen können. Crowdfunding ist daher auch ein erster Markttest, ob das zu lösende Problem auch von der Mehrheit ausreichend wahrgenommen wird, ob die entwickelte Lösung überzeugend ist und ob eine gewisse Zahlungsbreitschaft dafür in der Gesellschaft besteht.

Stiftungen wie die Social Business Stiftung, die Beisheim Stiftung; KfW Stiftung oder die gemeinnützige Hertie-Stiftung, haben spezielle Programme zur Untersützung von Sozialunternehmen.  Daneben widmen sich Banken und Investoren, wie z.B. die Triodos Bank, auch der Skalierung von bestehenden Sozialunternehmen.

Wirkungsmessung: Wie gut ist euer Beitrag zur Lösung des Problems?

Social Entrepreneurs möchten etwas Positives für die Gesellschaft bewirken. Doch die Analyse
dessen, was sie mit ihren Ressourcen tatsächlich erreichen, stand lange Zeit nicht im Fokus von Social
Entrepreneurs. Die Implementierung von Wirkungsanalyse in die Projektkonzeption stellt Social
Entrepreneurs vor Herausforderungen; oftmals lässt sich Wirkung nicht eindeutig beziffern, die
eindeutige Zuordnung eines Ergebnisses zu einem Projekt ist häufig nicht möglich. Der Nutzen, den
Social Entrepreneurs aus der Wirkungsanalyse ziehen, überwiegt diese Herausforderungen jedoch
bei Weitem. Eine einheitliche Wirkungsberichterstattung existiert in Deutschland bisher nicht – der
Social Reporting Standard soll diese Lücke füllen.

Beratungs- und Unterstützungsangebote: Wo ihr euch Inspiration und Hilfe holen könnt.

Social Entrepreneurs agieren dort, wo Staat und Markt bisher versagt haben und bewegen sich zwischen zivilgesellschaftlichem und politischem Engagement auf der einen Seite und innovativem Unternehmertum auf der anderen Seite. Sie müssen daher über ein relativ breit aufgestelltes Grund- und mitunter auch Detailwissen verfügen und vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen mitbringen, um ihrem Projekt zum Erfolg verhelfen zu können.

Das Kompetenzzentrum für soziale Innovation möchte daher mit folgender Zusammenstellung den jungen, innovativen Initiativen und Unternehmen in Sachsen-Anhalt eine Orientierung geben, wo sie sich die notwendigen Informationen und Beratungsangebote holen können.

Ein Großteil der hier aufgeführten Angebote sind online verfügbar, werden regelmäßig aktualisiert und sind speziel auf die Bedürfnisse für social entrepreneurs zugeschnitten. Darüberhinaus empfehlen wir auch die direkte Kontaktaufnahme mit den lokalen Gründungsberatungseinrichtungen. Neben staatlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen in Berufsausbildung und dem akademischen Bereich werden daher auch Angebote von freien Initiativen, wie Bürgerinitiativen und Interessensvertretungen im Katalog erfasst und bewertet.

Die jeweiligen Wissensbedarfe / Fragestellung des social entrepreneurs bzw. die darauf abgestellten Beratungsangebote werden zur besseren Übersicht den jeweiligen Gründungsphasen zugeordnet. 

-       Inspiration - Ideenfindung

-       Geschäftsmodellentwicklung