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Themenfeld Social Entrepreneurship

Wichtige Studie: Deutscher Social Entrepreneurship Monitor - 2019

Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. (SEND) hat sich mit dieser Unfrage zum Ziel gesetzt, zuverlässige Daten zu Sozialunternehmen (alt wie jung) in Deutschland zu erheben. Der Monitor entsteht mit Hilfe der freundlichen Förderung durch SAP und mit Unterstützung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Einmal jährlich sollen diese Daten in einer Publikation veröffentlicht werden. Das Ausfüllen der Umfrage des Social Entrepreneurship Monitors wird ca. 15-20 Minuten beanspruchen.
Die Teilnahme am Social Entrepreneurship Panel ist bis einschließlich 22. September 2019 möglich.

Hier geht es zur Umfrage und allen wichtigen Infos.

 

 

Wir stehen vor großen Herausforderungen im Hinblick auf Umweltschutz & Klimaschutz, nachhaltige Ökonomie & Digitalisierung, demographischer Wandel und Fragen der Daseinsvorsorge, Teilhabe und Zugang zu Kultur im ländlichen Raum. Es ist längst überfällig, dass wir auf die aktuellen Fragen und Probleme innovative, nachhaltige Antworten und Lösungen finden.

Weltweit und auch in Deutschland entwickelt sich eine aktive, sozialunternehmerische Gründer*innen-Szene, die sich mit innovativen unternehmerischen Konzepten und zeitgemäßen Instrumenten für einen positiven Wandel der Gesellschaft engagiert. Auch die Regierungsparteien haben in ihrem Koalitionsvertrag im März 2018 festgehalten: „Social Entrepreneurship spielt bei der Lösung aktueller gesellschaftlicher und sozialer Herausforderungen eine zunehmend wichtige Rolle“.

Wir als Kompetenzzentrum Soziale Innovation Sachsen-Anhalt möchten bestehende Initiativen in Sachsen-anhalt und in Region sichtbar machen und bei der Vernetzung und Verstetigung ihrer Projekte unterstützen. Wir möchten für das Thema sensibilisieren und den Aufbau von Gründerökosystemen fördern, um den vielen innovativen Ideen zu einer erfolgreichen Umsetzung zu verhelfen.

Was kennzeichnet Social Entrepreneurship?

Angetrieben von der Idee, den notwendigen Wandel selbst in die Hand zu nehmen, aufgespürte gesellschaftliche Probleme proaktiv und nachhaltig lösen zu wollen oder bisher ungenutzte Ressourcen zum Wohle vieler zu erschliessen, gibt es mittlerweile unzählige sehr aktive Initiativen, Vereine, Startups, Unternehmen. Das Spektrum der Akteure reicht dabei von ehrenamtlich Tätigen bis zum mittelständischem Unternehmen, vom losen Zusammenschluss Einzelner bis zur Genossenschaft, vom Non-for-Profit-Ansatz bis zum profitablen Unternehmen, dass Gewinne in soziale Projekte investiert. [mehr]

Handlungsfelder: Bei welchen Herausforderungen könnt ihr aktiv werden?

Organisations- und Rechtsformen: Was ist die optimale Organisationsform für Euer Anliegen?

Prinzipiell können Social Entrepreneurs in beliebiger Organisations- und Rechtsform auftreten und aktiv werden. Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern gibt es in Deutschland keine spezielle Rechtsform für Sozialunternehmertum. Um die eigens gewählte soziale Mission gemeinschaftlich lösen und effizient arbeiten zu können und um nach außen als vertrauenswürdig und transparent aufzutreten, bedarf es einer gewissen Organisiertheit. Über die gewählte Rechtsform können Fragen der Entscheidungsbefugnisse, der Haftung und letzlich auch der Kreditwürdigkeit geregelt werden. In einer Satzung oder einem Gesellschaftervertrag kann zudem auch der Zweck des Unternehmens festgeschrieben und damit die soziale Mission verankert werden. Knapp die Hälfte der Social Entrepreneurs in Deutschland hat laut Deutschen Social Entrepreneuership Monitor 2018 die Gesellschaft mit beschränkter Hauftung bzw. die Unternehmergesellschaft als Rechtsform gewählt. Etwa 13% agieren als eingetragener Verein; 8,5% als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Nur 3% der Social Entrepreneurs treten in Form von Genossenschaften in Erscheinung.
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Finanzierung: Woher bekommt ihr das nötige Geld?

Social Entrepreneurship werden überall da tätig, wo Staat und Markt bisher nur unzureichend auf die bestehenden Herausforderungen reagieren, d.h. sie müssen nicht nur eine innovative Lösung entwickeln, sondern in der Regel auch sehr kreativ sein in der Akquierung von Finanzen zur Umsetzung der Ideen. Die meist bestehende Mischung aus Gemeinnützigkeit und Gewinnerzielungsabsicht und die Besetzung bisher leerer Nischen erschweren es, herkömmliche Finanzierungsinstrumente zu nutzen und Fördermittelgeber und  klassische Investoren zu überzeugen.

Laut Deutschen Social Entrepreneuership Monitor 2018 finanzierte sich knapp die Hälfte der dort erfassten Sozialunternehmen aus eigenen Ersparnissen bzw. durch Geld von Feunden und der Familie. Etwa 9% erhielten staatliche Fördermittel, 8% finanzierten sich über Crowdfunding und 7% durch Stiftungsförderungen. Nur knapp 3% nutzten ein Bankdarlehen. Förderbanken werden allerdings zunehmend sensibilisiert und öffnen aktuell ihre Finanzierungsinstrumente für Sozialunternehmen. auch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt 

Die Plattformen www.startnext.com und www.visionbakery.com  bieten relativ einfache Möglichkeiten zur Organisation einer Crowdfunding Kampagne. Viele Sozialunternehmer beschreiben hier ihre Mission und ihren Umsetzungsplan und werben das dafür notwendige Startkapital ein.Über soziale Medien können weitere Unterstützer gesucht werden, die mit Kleinstbeträgen dann zur Gesamtfinanzierung beitragen können. Crowdfunding ist daher auch ein erster Markttest, ob das zu lösende Problem auch von der Mehrheit ausreichend wahrgenommen wird, ob die entwickelte Lösung überzeugend ist und ob eine gewisse Zahlungsbreitschaft dafür in der Gesellschaft besteht.

Stiftungen wie die Social Business Stiftung, die Beisheim Stiftung; KfW Stiftung oder die gemeinnützige Hertie-Stiftung, haben spezielle Programme zur Untersützung von Sozialunternehmen.  Daneben widmen sich Banken und Investoren, wie z.B. die Triodos Bank, auch der Skalierung von bestehenden Sozialunternehmen.

 

Wirkungsmessung: Wie gut ist euer Beitrag zur Lösung des Problems?

Beratungs- und Unterstützungsangebote: Wo ihr euch Inspiration und Hilfe holen könnt.

Werte, Kompetenzen und Persönlichkeit: Bist du eine social entrepreneur?