Patientenzentrierung

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Mit der Patient*innenzentrierung rückt der Mensch als Ganzes ins Zentrum der Gesundheitsversorgung. Das bisherige Ärzt*innen-Patient*innen-Verhältnis, das unter anderem von Zeitmangel, unpersönlichen Behandlungen und schwer verständlichen Informationen für Patient*innen geprägt war, soll einer transparenten, partnerschaftlichen Beziehung weichen. Hilfe zur Selbsthilfe und eine stärkere Gesundheitskompetenz der Patient*innen stehen im Mittelpunkt des neuen Paradigmas. Das Gesundheitspersonal verwandelt sich in Partner, die statt über den/die* Patient*in zu entscheiden, den Betroffenen in der Gesamtheit seiner/ihrer* sozialen und psychischen Lebenswelt wahrnehmen.

 

Situation in Sachsen-Anhalt

Neueste Studien zeigen, dass Patient*innen umso zufriedener mit ihrem Klinikaufenthalt/Ärzt*innenbesuch sind, je besser sie die Interaktion und Kommunikation
mit Ärzt*innen und dem Personal empfinden (Picker Institut Deutschland 2013). Anzumerken
ist an dieser Stelle, dass die durchschnittliche Zeit pro Patient*in mit 7,6 Minuten in Deutschland sehr
gering ist und die Patient*innenzentrierung in der Ausbildung oft zu kurz kommt (Arztreport Barmer
GEK 2010). Für die Zukunft ist ein Bewusstseinswandel notwendig, um die Patient*innenzentrierung und damit eine partnerschaftliche Kommunikation künftig weiter in den Blick der Aufmerksamkeit zu rücken. Einen Ansatz stellt die ‚patient*innenzentrierte klinische Methode‘ dar, welche auf Zeit, Prävention und Gesundheitsförderung und den Menschen als Ganzes ausgerichtet ist.


Soziale Innovation in Sachsen-Anhalt: SAPREMO

‚SAPREMO‘ ist ein landesweites Projekt des Universitätsklinikums Halle (UHK). Es zeichnet sich dadurch
aus, dass der Ansatz patient*innenzentriert ist. Am Beispiel zu lernen und sich hierdurch anschaulich nachhaltiges Wissen für die Zukunft anzueignen, ist das Ziel des Projektes. Es möchte gezielt konventionelle Strukturen in der Behandlung älterer Patient*innen durchbrechen. Durch Fortbildungen soll ein Bewusstsein geschaffen werden, sodass alle an der Patient*innenversorgung Beteiligten das Kernproblem erkennen und gemeinsam handeln können.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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