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Interprofessionelles Arbeiten

Multimorbide Krankheitsbilder und komplexer werdende
Behandlungsmethoden erfordern einen
Wandel in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen
Gesundheits- und Pflegeprofessionen. Eine
neue, kollaborative Arbeitskultur zwischen Ärzt*innen,
Pfleger*innen, Physiotherapeut*innen und wei-
teren Gesundheitsberufen zur ganzheitlichen
Versorgung von Patient*innen kann die Qualität der
Gesundheitsversorgung und die Zufriedenheit des
Personals steigern. Interprofessionelles Arbeiten
funktioniert nach dem Credo: Niemand weiß alles,
aber jeder weiß etwas. Im Zusammenhang damit
steht auch die Aufwertung von Pflegeberufen.

 

Situation in Sachsen-Anhalt

Die aktuelle interprofessionelle Zusammenarbeit im deutschen Gesundheitswesen ist durch ein traditionell gewachsenes Hierarchieverständnis, insbesondere zwischen der Medizin und der Pflege, sowie unklaren Abgrenzungen von Aufgaben- und Kompetenzbereichen gekennzeichnet (Bundesagentur für Arbeit. Fachkräfte-Engpassanalyse 2017). Um interdisziplinäre Zusammenhänge erlernen zu können, hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2016 den Studiengang „Evidenzbasierte Pflege“ geschaffen. Neben dem Krankenpflegeexamen erhalten die Absolvent*innen einen Bachelor in Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Die Studierenden lernen pflegerische und pflegeorganisatorische Aufgaben zu übernehmen und erwerben erweiterte fachliche Kompetenzen.

 

Soziale Innovation in Sachsen-Anhalt: Versorgungsassistent*in in der Hausarztpraxis (VeraH)

Hinter ‚VeraH‘ verbirgt sich eine Qualifikation für Medizinische Fachangestellte. VeraHs besitzen durch ihre Qualifikation die Befugnis, in- und außerhalb der Praxisräumlichkeiten, eigenständige Sprechstunden sowie Hausbesuche abzuhalten. Sie übernehmen hierbei Aufgaben, die ohne die Zusatzqualifikation nur ein*e Ärzt*in ausüben dürfte. Das Programm bietet durch eine Entlastung der Hausärzt*innen die Chance, die Versorgung im ländlichen Raum zu stärken.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.