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Gender Shift

Im alltäglichen Sprachgebrauch reden wir von ‚Krankenschwester‘
oder ‚Altenpflegerin‘, aber von ‚dem
Arzt‘. Ein Blick auf die Sprache zeigt, wie fest Berufsbilder
mit männlichen oder weiblichen Tätigkeiten
verknüpft werden. In der ambulanten und der
stationären Pflege sind über 85 Prozent der An-
gestellten weiblich, während Männer mit 53 Prozent
die Mehrheit der Ärzt*innen in Deutschland darstellen
und auch im Pflegebereich die Mehrheit der
Führungspositionen belegen. Mehr Männer für
Gesundheits- und Pflegeberufe und mehr Frauen für
Leitungspositionen zu gewinnen, stellt eine soziale
Innovation dar, die fachlich auch Gender Shift ge-
nannt wird.

 

Situation in Sachsen-Anhalt

Die Gesundheits- und Pflegebranche wächst auf Grund des demografischen Wandels und ist von weiblichen Arbeitskräften geprägt. Bei Fachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege liegt der
Anteil der Frauen bei 91 Prozent. Anders als bundesweit gibt es in Sachsen-Anhalt laut Ärztekammer
(2017) jedoch mehr Ärztinnen (6.833) als Ärzte (5.711). Bei der Frauenquote in Führungspositionen liegt Sachsen-Anhalt insgesamt mit 35,6 Prozent nach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin bundesweit
auf dem dritten Platz (26,6 Prozent im Bundesdurchschnitt). Damit sind in Sachsen-Anhalt rund 14.700
Frauen in Leitungspositionen tätig. Die meisten davon sind in ‚typischen Frauenberufen‘ des Gesundheits- und Sozialwesens (64,4 Prozent) sowie der Erziehung (62 Prozent) tätig (IAB Betriebspanel 2018 und 2014).

 

Soziale Innovation in Sachsen-Anhalt: FEMPOWER

‚FEM POWER‘ ist ein landesweit initiiertes Programm zur Förderung und Herstellung von Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung. Ziel des Programms ist es, die Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen der beteiligten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen – insbesondere auf bestimmten Karrierestufen oder in bestimmten Fächern sowie in Gremien und auf Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung – zu erhöhen und hierdurch mehr Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern zu erreichen.

Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es hier.