Aufwertung der Pflegeberufe

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Der Fachkräftemangel und prekäre Arbeitsbedingungen in der Pflege rücken die Frage ins Zentrum, wie ein zukunftsfähiges Pflegekonzept aussehen kann. Eine Personaluntergrenze kann eine Maßnahme darstellen, um die Arbeitsbedingungen der Pflegenden zu verbessern, die in Deutschland, im Vergleich für mehr Patient*innen zuständig sind, als in anderen EU-Ländern. Der diskutierte Pflegenotstand rückt auch Frage einer höheren Entlohnung und der gesellschaftlichen Anerkennung ins Zentrum. Eine weitere Quelle sozialer Innovationen liegt in der Verschiebung des hierarchischen Gefüges zwischen Ärzt*innen und Pflegenden mit mehr Aufgaben und Kompetenzen für Gesundheits- und Pflegepersonal.

 

Situation in Sachsen-Anhalt

99.000 Pflegebedürftige im Jahr 2015 zeigen, dass nahezu jede*r 20. Sachsen-Anhalter*innen Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht (Barmer Pflegereport 2017). 2015 waren von den insgesamt 776.293 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt, 47.236 Personen in der Pflegebranche tätig, was einem Anteil von sechs Prozent an der Gesamtbeschäftigung des Landes entspricht. Prognosen sagen bis zum Jahr 2030 einen steigenden Fachkräftebedarf von 36 Prozent voraus (IAB 5/2016). In den Pflegeberufen gibt es zudem erhebliche Verdienstunterschiede. Noch immer verdienen Altenpfleger*innen in Sachsen-Anhalt pro Monat rund 1.000 Euro weniger als Krankenpfleger*innen  und verdienen 19 Prozent weniger als der Durchschnitt der Beschäftigten im Land (MS 058/2017).

 

Soziale Innovation in Sachsen-Anhalt: GE(H)ZU – Gesundheitsberufe mit Zukunft

Im Rahmen des Projektes „GE(H)ZU – Gesundheitsberufe mit Zukunft“ hat das IWK am Standort Magdeburg einen Wahlpflichtkurs für Schüler*innen der 9. und 10. Klasse etabliert. Die Schüler*innen werden innerhalb der Kurseinheiten sehr praktisch mit den Pflege- und Therapieberufen vertraut gemacht.

Ziel ist es, langfristig Auszubildende für die genannten Berufe zu gewinnen sowie dem Arbeitsmarkt qualifiziertes Personal zuzführen.

Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es hier.


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