Kultureller und gesellschaftlicher Wandel

Mit dem Wandel der Gesellschaft verändern sich auch Lebensstile und Werte. Individualisierung, Ansprüche an Arbeit, Veränderungen im familiären Zusammenleben sind nur einige der viel diskutierten Schlagwörter. Vor allem die Ansprüche an die eigene Arbeit haben sich gewandelt. Dazu gehören bspw. eine gleichberechtigte Verteilung der Arbeit zwischen Frauen und Männern oder auch die Möglichkeit, Dauer und Lage der eigenen Arbeitszeit selbst bestimmen zu können.

Aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen sind:

Wunsch nach Reduzierung der Arbeitszeit

Differenz gewünschte und tatsächliche Arbeitszeit

Laut einer im Jahr 2014 durchgeführten Befragung im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit wollen die Beschäftigten mehrheitlich eher eine Verringerung als eine Erhöhung der tatsächlichen Arbeitszeit. Bei Männern ist die erwünschte durchschnittliche Reduktion mit minus 6,7 Stunden pro Woche höher als bei Frauen, bei diesen liegt der Wert mit minus 4,7 Stunden pro Woche etwas niedriger.

Quelle: Beschäftigtenbefragung. Arbeits- und Einkommensbedingungen in Sachsen-Anhalt Ergebnisse einer Beschäftigtenbefragung im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit DGB-Index Gute Arbeit GmbH

Abwendung von materialistischen Werten zu postmaterialistischen Werten

Für die westlichen Industrieländer wird eine Abwendung von materialistischen Werten - dem Streben nach Wohlstand - und eine Zuwendung zu postmaterialitischen Werten, wie Selbstverwirklichung und Bürgerbeteiligung identifiziert. Der sog. Inglehart-Index erfasst die Werteprioritäten.

siehe dazu u.a. Bundeszentrale für politische Bildung

Ausbau sozialer Kompetenzen

Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden in Zukunft neue Kompetenzen und Fähigkeiten abverlangt.

Dazu gehören u.a.:

  • erhöhte Komplexitäts-, Abstraktions- und Problemlösungsanforderungen
  • hohes Maß an selbstgesteuertem Handeln
  • hohe kommunikative Kompetenzen

Quelle:Promotorengruppe Kommunikation der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft-Bericht: IM Fokus: Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 – Handlungsempfehlung zur Umsetzung. Berlin, März 2012.

Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen

  • Konzepte des Lebens, der Arbeit gestalten
  • Schutz vor Entgrenzung und Überforderung
  • Erprobung und Umsetzung betrieblicher Ansätze im Hinblick auf Gestaltung der Arbeitszeit
  • Lebenslauforientierte Arbeitszeitgestaltung
  • Mitbestimmung und demokratische Teilhabe gewährleisten

 

 

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