Übergang zu Arbeit 4.0 sozial gestalten

 

Projektträger:

METOP GmbH Magdeburg gemeinsam mit der CAIDAO Berlin GmbH (juristische Expertise)

Vor dem Hintergrund der sich aktuell vollziehenden und zunehmend beschleunigenden Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitstätigkeiten blicken zahlreiche Arbeitnehmer/-innen mit großer Sorge oder gar Angst ihrer beruflichen Zukunft entgegen. Diese Ängste sind teilweise begründet (z. B. da sich aufgrund der Digitalisierung einschneidende Veränderungen in der Erwerbsarbeit vollziehen werden), teilweise jedoch auch unbegründet (z. B. da Digitalisierung nicht per se gleichzusetzen ist mit Rückschritten in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit). Unabhängig davon müssen derartige Sorgen und Ängste allerdings in jedem Fall ernst genommen und es muss ihnen in geeigneter Form begegnet werden.

Verantwortungsvolle Unternehmen agieren entsprechend, indem sie strategische Unternehmensentscheidungen bzgl. des Übergangs zu Arbeit 4.0 partizipativ treffen und transparent kommunizieren. Zu diesem Zweck ist es zwingend notwendig, sämtliche relevanten Akteure (betriebliche Interessenvertretung, betroffene Mitarbeiter/-innen, Organisationsleitung und zuständige Fachgewerkschaften) im Rahmen eines strukturierten und moderierten Diskurses einzubeziehen. Auf diesem Wege können einerseits Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen der Mitarbeiter/-innen gestärkt und andererseits allseitig getragene Zukunftsentscheidungen mit einer entsprechend hohen sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit für das jeweilige Unternehmen und seine Belegschaft getroffen werden.

Im Auftrag des Kompetenzzentrums für soziale Innovation Sachsen-Anhalt erarbeitet die METOP GmbH (An-Institut der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) mit Unterstützung durch die CAIDAO Berlin GmbH konkrete Methoden und spezifische Inhalte zur Weiterbildung und Beratung von Arbeitnehmern/-innen sowie ihrer betrieblichen Interessenvertretungen auf dem Gebiet eines partizipativen und humangerechten Übergangs zu Arbeit 4.0. Als Ergebnis werden, in ausgewählten Unternehmen Sachsen-Anhalts erprobte, praxistaugliche Leitfäden und methodische Handlungshilfen für Belegschaften verschiedenartiger KMU (im Hinblick auf bspw. Größe, Branche und Grad der Digitalisierung) vorliegen. Das Pilotvorhaben wird ggf. auch rechtliche Probleme bei der arbeitnehmerfreundlichen Gestaltung des Digitalisierungsprozesses im Kontext Arbeit 4.0 identifizieren und Schlussfolgerungen im Sinne von Änderung/ Anpassung bestehender Instrumente (Musterbetriebsvereinbarung, Musterarbeitsvertrag) unter Einbeziehung der betrieblichen Interessenvertretungen und Fachgewerkschaften ableiten.

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